Das letzte Mal Auszubildende sein

29.09.2017

„Das erste Mal" und „Das letzte Mal" – von diesen Ereignissen gab es in der Altenpflegeausbildung des am vergangenen Freitag verabschiedeten Abschlussjahrgangs des Fachseminars für Altenpflege in Gütersloh viele. Vom ersten Unterricht, der ersten Klausur über den ersten Praxisbesuch, die erste „sehr gute" Note sowie die erste „ungenügende" Note bis zum letzten Durchschreiten der Schuleingangstür, dem letzten „Durak"-Spiel in der Pause, dem letzten Zeugnis und schließlich dem letzten Mal Auszubildende sein - die Kursleitungen Heike Bentlage und Dagmar Vorbeck gaben in diesem Stil einen detaillierten Rückblick auf die letzten drei Jahre der Ausbildung ihrer Kurse, die zu Ende September ihre Zeugnisse – und damit ihren offiziellen Abschluss - als staatlich anerkannte Altenpflegerinnen und Altenpfleger entgegennehmen durften.

Andrea Künzel als Leiterin der Kolping Akademie für Gesundheits- und Sozialwesen – zu der das Fachseminar für Altenpflege in Gütersloh gehört – verabschiedete sich ebenfalls von den frisch gebackenen Altenpflegefachkräften mit einem Zitat von Franz von Assisi:

Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter. Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Handwerker. Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet, ist ein Künstler.

Künzel führte weiter fort, dass auch in der Altenpflege die drei Elemente – Hände, Kopf und Herz – zusammenspielen müssen, um hohe Qualität zu gewährleisten, „all dies, haben nicht nur die Auszubildenden in den letzten Jahren gezeigt, sondern auch die ausbildenden Einrichtungen", so Künzel weiter und stellte damit auch die hohe Verantwortung der Träger der praktischen Altenpflegeausbildung in den Vordergrund, die maßgeblich zum erfolgreichen Examen Ihrer Auszubildenden beigetragen haben.

Die insgesamt 51 neuen Altenpflegefachkräfte verabschiedeten sich ebenfalls von ihrer Schule und den Dozenten: so stellte der Kurs 14/1 eigene Zeugnisse für die Dozenten aus und der Kurs 14/2 dichtete Andreas Bouranis Hit „Auf uns" so um, dass Kursleitung Dagmar Vorbeck vor Rührung ein paar Taschentücher gereicht bekommen musste.