Über uns

„Jedes Lebewesen,
ob Pflanze, Tier oder Mensch,
hat seinen eigenen Entwicklungsplan,
der durch niemanden gemacht
oder verändert werden kann.

Wenn die Umgebung eine Veränderung zulässt,
geschieht sie ganz von selbst.

Als Heil-Pädagogen ist es unsere Aufgabe,
Bedingungen zu schaffen,
welche Entwicklung möglich machen.“

(frei nach Rebecca Wild)

Unsere Philosophie:

Heilpädagogik ist Erziehung, Förderung, Entwicklungs- und Lebensbegleitung unter besonderen Bedingungen für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungsstörungen und sozial-emotionalen Auffälligkeiten. Heilpädagogik schließt im praktischen Handeln auch Elemente aus Pädagogik, Psychologie und Medizin mit ein. Das heilpädagogische Handeln setzt ein besonderes Menschenbild voraus, in dem der Mensch als ein in sich

„GANZES“ und „EINZIGARTIGES“ Wesen zu sehen ist.

Jeder Mensch ist eine einzigartige Persönlichkeit, wobei die Ganzheitlichkeit in der Einheit von Körper, Geist, Seele und sozialen Kompetenzen liegt.
Der Heilpädagoge stellt sein Handlungskonzept auf die besonderen Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes ab. Erlebte Beeinträchtigungen werden nicht isoliert betrachtet, sondern es werden die Umwelt, die Familie und andere Bezugssysteme mit einbezogen. Hier findet ein regelmäßiger Austausch statt, um Förderziele transparent und übertragbar zu machen. Unter Heilpädagogik verstehen wir ein Angebot, das Kind individuell auf seinem Entwicklungsweg zu begleiten. Dies sollte vom Kind erlebbar, erfahrbar und nachvollziehbar sein. Das Kind darf während der Förderung neue Erfahrungen mit sich, der Bezugsperson als Spielpartner und der dinglichen Umwelt machen. Das Kind erhält angemessene und gezielte Förderangebote, so dass es lernt, seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vertrauen und eventuelle Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Im geschützten Rahmen wird dem Kind die Möglichkeit gegeben, sich motorisch, sensorisch, spielerisch, sprachlich, kognitiv und sozial-emotional auszuprobieren, um sich zu entwickeln und Selbstvertrauen aufzubauen.  Dies wird sich positiv auf das Selbstkonzept des Kindes auswirken.

Grundlage jeglichen heilpädagogischen Handelns ist stets die Gestaltung der Beziehung zum Anderen, die sich – ausgehend von Annahme und Wertschätzung – durch Kooperation, Anregung und Unterstützung auszeichnet.
Hier kann der Heilpädagoge in der Einzel- bzw. Gruppenförderung Situationen schaffen, die dem Kind einen Beziehungsaufbau ermöglichen. Alle Bemühungen sind auf feinfühliges Erkennen der kindlichen Bedürfnisse ausgerichtet.
Es ist die Aufgabe der Heilpädagogen, die innere Welt des Kindes zu verstehen, wahrzunehmen und seine aktuelle Lebenssituation zu erkennen. Für das Kind steht der Heilpädagoge als echter, anteilnehmender, wertschätzender und authentischer Ansprechpartner zur Verfügung. In der Heilpädagogischen Frühförderung kann das Kind lernen, über seine Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte zu sprechen. Um dieses Vertrauen zu erlangen, braucht es Zeit.

Unser Menschenbild:

Unsere Arbeit orientiert sich am Vorbild von Adolph Kolping, am christlichen Menschen- und Weltbild und an der christlichen Gesellschaftslehre.

  • Personalität – der Mensch ist Mitte und Ziel allen Handelns
  • Subsidiarität – die Gemeinschaft hilft bei der Erfüllung der Aufgaben, die die Kräfte des Einzelnen übersteigen
  • Solidarität – bei allem Handeln sind die Bedürfnisse der schwächsten Glieder der Gesellschaft zu berücksichtigen
  • Gemeinwohl – der Nutzen für die gesamte Gesellschaft hat bei Entscheidungen Vorrang vor der Befriedigung von Einzelinteressen
  • Nachhaltigkeit – die Verantwortung für die kommenden Generationen erfordert einen gewissenhaften Umgang mit den Lebensgrundlagen dieser Welt

Im Mittelpunkt unseres Tuns steht der Mensch. Unter Bildung verstehen wir deshalb einen den ganzen Menschen umfassenden lebensbegleitenden Prozess, der fachliche, soziale und Handlungskompetenz vermittelt. Besonders wichtig sind uns individuelle Förderung und Unterstützung unter Einbeziehung des familiären und sozialen Umfeldes. Dabei achten und wahren wir die Würde des Einzelnen.