Mit 80 Jahren um die Welt...

25.02.2019
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Es hat seit mehreren Jahren bereits Tradition, dass das Ev. Gymnasium in Werther in ihren 9. Klassen ein Sozialpraktikum durchführen, in dem die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, in den Pflegeberuf oder auch in den Erzieherberuf zu werfen.

Seit 2014 wird das EGW bei der Vorbereitung durch Matthias Jörke, ehemaliger EGW-Schüler und aktuelle Leitung des Fachseminars für Altenpflege in Enger, unterstützt. Für die Schülerinnen und Schüler, die ihr Praktikum im Rahmen der Altenhilfe durchführen, erzählt Matthias Jörke ein wenig aus dem praktischen Alltag in der Pflege und bereitet sie schwerpunktmäßig auf den Umgang und die Kommunikation mit älteren Menschen, die an einer demenziellen Veränderung leiden vor.

Viele Schülerinnen und Schüler haben natürlich noch keine Berührungspunkte mit dieser Erkrankung, die eigenen Großeltern sind häufig noch in einem Alter, in denen es ihnen glücklicherweise noch gesundheitlich gut geht" so Jörke. Es sei aber jedes Jahr sehr unterschiedlich, welche eigenen Erfahrungen die Jugendlichen bereits mit dem Thema Pflege gemacht haben.

In der inhaltlichen Ausgestaltung der Vorbereitung geht Matthias Jörke auch viel auf die Ängste und Sorgen der Jugendlichen ein, "viele haben Angst, etwas falsch zu machen, dass sie einen schlechten Eindruck hinterlassen, wenn sie sich offensichtlich Ekeln". Die Ängst und Sorgen konnte er in den letzten Jahren erfolgreich minimieren und vermitteln, dass es vollkommen in Ordnung ist, mit etwas Bauchschmerzen in ein unbekanntes (Arbeits-)Feld zu blicken.

Nachmittags haben die Schülerinnen und Schüler des EGW, dessen Sozialpraktikum von der Lehrerin Marion Rakemann sehr engagiert vorberietet und begleitet wird, die Möglichkeit in einem praktischen Parcours verschiedene Selbsterfahrungen zu sammeln. So bietet Matthias Jörke beispielsweise an, mit Hilfe des sog. Age Explorers mögliche Einschränkungen im Alter zu simulieren.

Vielen Jugendlichen fällt es nach Anwendung und Erläuterung leichter, so manches Verhalten älterer Menschen - z.B. im Supermarkt an der Kasse - nachzuvollziehen und Verständnis für sie aufzubringen.

 

Wir wünschen den über 60 Praktikantinnen und Praktikanten ein spannendes und lehrreiches Praktikum in den verschiedenen Einrichtungen und freuen uns auf das nächste Jahr!